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Inklusionsplanung im Kreis Olpe

Das Zentrum für Planung und Evaluation Sozialer Dienste (ZPE) begleitet und unterstützt den Kreis Olpe in einem auf 18 Monate angelegten Prozess bei der Erstellung eines Inklusionsplanes.

Ausgangslage UN-BRK

Der Paradigmenwechsel in der Unterstützung von Menschen mit Behinderungen (weg von Fürsorge, hin zu Teilhabe und Assistenz) findet seinen Ausdruck in der UN- Behindertenrechtskonvention und der darin enthalten Leitorientierung der Inklusion. Behinderung wird innerhalb der Konvention als Wechselwirkung zwischen Menschen mit Beeinträchtigungen und durch Einstellungen und die Umwelt bedingte Barrieren verstanden.

Für die Entstehung und Überwindung von Behinderung als Beeinträchtigung von Teilhabe kommt der lokalen Ebene mit diesem Verständnis von Behinderung eine grundlegende Bedeutung zu. Daran schließen sich veränderte Anforderungen an eine kommunale Planung an. In den Vordergrund rückt nun die Entwicklung eines inklusiven Gemeinwesens, dass sich tendenziell auf alle Bereich des gesellschaftlichen Lebens bezieht und die Gestaltung der gesamten regionalen Infrastruktur im Blick hat.

Sowohl die Bundesregierung als auch die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN- Behindertenrechtskonvention vorgelegt. Insbesondere der Aktionsplan der Landesregierung nimmt den Ansatz der Entwicklung eines inklusiven Gemeinwesens auf.

Die Intention des Kreises Olpe

Auch dem Kreis Olpe gibt die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention Anlass, einen Inklusionsplan zu erarbeiten, der sich am Leitbild des inklusiven Gemeinwesens orientiert. Ziel ist es, Bedingungen im örtlichen Gemeinwesen zu schaffen, die es allen Menschen ermöglichen, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten.

Der Kreis Olpe ist in diesem Prozess durch eine bereits bestehende Planungstradition, eine wirksame Interessenvertretung, die langjährige Arbeit eines/einer Behindertenbeauftragten und einer Ombudsperson gut aufgestellt.

Die Aufgabe des ZPE

Einer der zentralen Arbeitsbereiche des ZPE ist der Bereich Rehabilitation und Teilhabeplanung für Menschen mit Behinderungen welcher durch Prof. Dr. Albrecht Rohrmann und Prof. Dr. Johannes Schädler vertreten wird. Das ZPE hat unter anderem im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen eine Arbeitshilfe zur Unterstützung der Kommunen zur Entwicklung eines inklusiven Gemeinwesens erarbeitet.

Kooperationen zwischen dem ZPE und dem Kreis Olpe hat es seit der Erstellung des Behindertenhilfeplanes ab 2002 in Form zahlreicher gemeinsamer Projekte zur Weiterentwicklung der Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderungen und der Entwicklung inklusiver Strukturen gegeben.

Im aktuellen Prozess übernimmt das ZPE folgende Aufgaben:

  • Beratung der Steuerungsgruppe hinsichtlich der Festlegung von Schwerpunktsetzungen und Aufträgen an die Planungsgruppen.
  • Vorbereitung und Durchführung einer Inklusionskonferenz als Auftakt des Planungsprozesses nach den Sommerferien 2015.
  • Moderation und Beratung der drei Planungsgruppen zur Bearbeitung der Planungsthemen.

Dies schließt die Konzipierung und Beteiligung an Erhebungen zur Analyse der Ausgangssituation und der Handlungsbedarfe ein.

  • Vorbereitung und Durchführung von Fachforen zur öffentlichen Diskussion von Planungsergebnissen
  • Erarbeitung eines zusammenfassenden Berichts mit Empfehlung zur Umsetzung der analysierten Handlungsbedarfe