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Inklusionsplanung im Kreis Olpe

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Worum geht es?

Abbildung von vier Personen. 1 Person mit Rollator, 1 Person im Rohlstuhl, zwei weitere ohne BeeinträchtigungMenschen mit Behinderungen haben die gleichen Rechte wie alle anderen Menschen. Sie dürfen nicht schlechter behandelt werden als andere Menschen. Deshalb sollen Menschen mit Behinderungen auch überall dabei sein können. Sie sollen überall mitmachen und dort mitbestimmen können, wo es um ihre Angelegenheiten geht. Das nennt man Teilhabe.

Rollstuhlfahrer steuert auf eine Treppe zuTeilhabe für alle Menschen ist zu ermöglichen nicht so leicht. Man muss Hindernisse beseitigen. Schwere Sprache ist für Menschen mit Lernschwierigkeiten ein Hindernis. Schwer zu bedienende Fahrkartenautomaten können ein Hindernis sein. Treppen sind für Menschen ein Hindernis, die einen Rollstuhl benutzen.

Es sind mehrere Personen, mit unterschiedlichen Alter, kulturellen Hintergrund und Zugehörigkeit zu sehenAlle sollen sich auf Menschen mit verschiedenen Behinderungen einstellen. Geschäfte und Arztpraxen sollen für alle nutzbar sein. In der Verwaltung sollen alle ihre Angelegenheiten selbst regeln können. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen sollen gemeinsam die Schule besuchen. Niemand soll vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen werden. Das nennt man Inklusion.

Einer beeinträchtigter Person wird beim trinken geholfenDieses Bild zeigt, wie Hilfe am Arbeitsplatz aussehn kann.Zur Teilhabe sollen alle Menschen mit Behinderungen die Unterstützung und Hilfe bekommen, die sie brauchen. Viele Kinder und junge Menschen mit Behinderungen brauchen zum Beispiel Unterstützung, wenn sie in den Kindergarten oder in die Schule gehen. Viele erwachsene Menschen mit Behinderungen brauchen Unterstützung am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder beim Einkaufen. Wenn man nicht Auto fahren kann oder kein Bus fährt, ist es auch schwierig von einem Ort an einen anderen Ort zu kommen.

2 Personen bei einen beratenden GesprächDamit Menschen mit Behinderungen selber bestimmen können, wie sie leben möchten, brauchen sie gute Beratung und gute Informationen. Dabei müssen sie auch genügend Möglichkeiten zum Überlegen und Ausprobieren haben.

Abbildung von GeldHäufig erhalten Menschen mit Behinderungen Eingliederungshilfe. Diese wird vom Sozialamt bezahlt. Manche Menschen mit Behinderungen bekommen auch andere Hilfen von Profis, z.B. Unterstützung beim Waschen und Anziehen. Solche Hilfen bezahlt die Pflegekasse.

Ein Tisch mit mehreren Personen, welche den Hilfebedarf gemeinsam planenDamit es überall eine gute Unterstützung gibt, muss man gut planen. Damit die Planung gut wird, müssen alle Stellen, die Hilfen bezahlen, gut zusammenarbeiten. Wichtig ist auch, dass die Profis aus Einrichtungen und Diensten für Menschen mit Behinderungen mitmachen.
Auch von den Stellen, die Menschen mit Behinderung bisher nur mit Hindernissen oder gar nicht nutzen können, müssen Leute mitmachen. Das sind z.B. viele Kindergärten und Schulen, Rathäuser oder Freizeitangebote. Besonders wichtig ist, dass Menschen mit Behinderungen selbst bei der Planung beteiligt sind.

Für viele Menschen mit Behinderungen ist es nicht einfach, sich an den Planung zu beteiligen. Es ist schwer, die eigenen Interessen in Sitzungen zu vertreten. Nicht alle Menschen mit Lernschwierigkeiten können oder wollen an Sitzungen teilnehmen. Aber auch diese sollen die Möglichkeit haben, sich zu beteiligen. Sie können z.B. von den Planern befragt werden. Sie können den Planern auch zeigen, wo Dinge in im Alltag und bei der Arbeit besser gemacht werden können. So können auch ihre Ideen in die Planung einfließen. Im Kreis Olpe wird jetzt geplant wie Menschen mit Behinderungen besser teilhaben können. Wenn Sie dazu etwas sagen wollen, melden Sie sich bitte bei uns.

Universität Siegen
Matthias Kempf

Telefon: 0271 740-2534
E-Mail: matthias.kempf@uni-siegen.de

(Die Bilder wurden dem Programm mit Bildern für Leichte Sprache der Lebenshilfe Bremen entnommen www.leichte-sprache.de)